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Ablauf einer Lebendspende

Am 1. Dezember 1997 trat das Deutsche Transplantationsgesetz (TPG) in Kraft. Neben der Regelung einer Organspende bei Verstorbenen wird im Transplantationsgesetz auch die Organentnahme bei lebenden Organspendern festgelegt. Der Kreis der Personen, die für eine Lebendspende in Frage kommen, ist hierbei vom Gesetzgeber weit gefasst worden. Das Transplantationsgesetz ermöglicht zum Beispiel die Nierenspende bei Verwandten ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Verlobten oder anderen Personen, die dem Spender “in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahe stehen”. Voraussetzung für die Zulässigkeit der Organentnahme ist, dass die Person volljährig und einwilligungsfähig ist sowie nach einer umfangreichen Aufklärung auch in die Entnahme eingewilligt hat. An Ausmaß und Umfang der Aufklärung stellt der Gesetzgeber besondere Anforderungen. So muss der Organspender über die Art des Eingriffs, den Umfang und mögliche, auch mittelbare Folgen sowie Spätfolgen der beabsichtigten Organentnahme für seine Gesundheit ebenso aufgeklärt sein, wie über die zu erwartende Erfolgsaussicht der Organübertragung.

Das Aufklärungsgespräch wird von einem Arzt des Transplantationsteams vor der stationären Aufnahme durchgeführt. Soweit erforderlich, werden auch andere sachverständige Personen hinzugezogen. Der Inhalt der Aufklärung und der Einwilligungserklärung des Organspenders muss in einer Niederschrift aufgezeichnet werden, die von den aufklärenden Personen und dem Spender unterschrieben wird. Dieses Protokoll muss nach dem Transplantationsgesetz auch Angaben über die versicherungsrechtliche Absicherung der gesundheitlichen Risiken des Spenders enthalten.

Der Spender ist über die Lebendspende hinaus zu lebenslanger Mitarbeit angehalten. So schreibt das Gesetz vor, dass sich sowohl der Organspender als auch der Organempfänger zur Teilnahme an einer ärztlich empfohlenen Nachbetreuungbereit erklären müssen.
Um auszuschließen, dass die Einwilligung in die Organspende nicht freiwillig erfolgt oder das Organ “Gegenstand verbotenen Handeltreibens” ist, muss der Vorgang vor der endgültigen Entscheidung einer Ethikkommission gutachterlich vorgelegt werden. Diese prüft Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit. Die Zusammensetzung der Kommission ist vorgeschrieben. Ihr müssen ein Arzt, eine Person “mit der Befähigung zum Richteramt” und “eine in psychologischen Fragen erfahrene Person” angehören. Der Arzt darf weder an der Entnahme noch an der Übertragung von Organen beteiligt sein, noch Weisungen eines Arztes unterstehen, der an solchen Maßnahmen beteiligt ist.